Financeclub

Financeclub

Der Financeclub, zu Deutsch auch Finanzclub, ist eine Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, auszutauschen und Investitionen zu tätigen. Die klassische Idee hinter dem Financeclub besteht darin, Gelder von Kleinanlegern einzusammeln und anschließend eine größere Summe zu investieren. Je nach Ausrichtung der Investitionen, die mit dem Financeclub erfolgen, kann dieser auch als Börsenclub, etwa bei vorwiegender Geldanlage in Aktien, bezeichnet werden.

 

Vorteile beim Financeclub

Die Vorteile beim Financeclub liegen auf der Hand. Schon Anleger, die nur kleinere Beträge investieren, profitieren von einer sehr breiten Risikostreuung, wodurch das Verlustpotenzial im Vergleich zur Einzelinvestition deutlich minimiert wird. Aufgrund der höheren Ordervolumina werden die Transaktionskosten für den einzelnen Anleger deutlich gesenkt.

Zwar agiert also der Financeclub ähnlich einem Fonds, da es sich aber meist um kleinere Clubs mit wenigen Anlegern handelt, entfallen die laufenden Verwaltungsgebühren und/oder Ausgabeaufschläge. Zudem entscheiden die Mitglieder im Finanzclub selbst, in welche Wertpapiere und Anlagen sie das Vermögen des Clubs stecken.

Zusätzlich sind viele Financeclubs so aufgebaut, dass sie vor allem eines wollen: Im Kleinen und direkt lernen, wie man richtig mit Wertpapieranlagen umgeht. Regelmäßig treffen sich die Mitglieder und analysieren verschiedene Wertpapiere. Auf dieser Grundlage entstehen Diskussionen und die Meinung mehrerer Personen kann in die letztendliche Investitionsentscheidung mit einfließen. Neue Mitglieder im Börsenclub profitieren so von den Erfahrungen der „alten Hasen“. Damit eignen sich die Financeclubs vor allem für Neulinge auf dem Gebiet der Kapitalanlage.

 

Financeclubs in Deutschland weit verbreitet

In Deutschland sind die Finanzclubs sehr weit verbreitet. Nach Schätzungen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) soll es mehrere Tausend dieser Börsenclubs geben. Die Gründung eines Finanzclubs gestaltet sich dabei recht einfach. Lediglich ein paar Mitstreiter müssen gefunden werden. Familie, Freunde oder Nachbarn kann man daher gezielt ansprechen.

Am besten eignet sich übrigens die Gesellschaft bürgerlichen Rechts als Rechtsform. Dafür bedarf es keines Notars, sondern lediglich eines Gesellschaftervertrags. In diesem kann zum Beispiel festgelegt werden, ob man Kredite aufnehmen darf oder nicht. Allerdings hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschrieben, dass es nur dann keiner Zulassung als Finanzportfolioverwalter bedarf, wenn das Gesamtvermögen des Finanzclubs 500.000 Euro nicht überschreitet und die Mitgliederzahl auf maximal 50 begrenzt. Die Geschäftsführung darf überdies keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten.

Ist der Financeclub gegründet, wird ein Clubdepot benötigt. S-Broker ist dabei der richtige Ansprechpartner, denn viele andere Banken haben die Führung von Gemeinschaftsdepots in der Vergangenheit ausgeschlossen. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken, sowie die Sparkassen führen solche Gemeinschaftsdepots.